Forensis Virtualis: Datenschutz
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Freitag, 19. Oktober 2018

Bilderschutz und Wasserzeichen

Vorweg: es gibt keinen 100%igen Bildschutz im Netz. Punkt.

Dennoch kann man es den ungefragten Zweitnutzern etwas schwerer machen - und klarstellen, wessen geistiges Eigentum das ist. Dass man dazu seine Internet-Fotos am besten mit einem Wasserzeichen schützen sollte, ist inzwischen Allgemeinwissen. Trotzdem macht das kaum jemand, weil es schlichtweg umständlich ist.

=> WEITERLESEN . . .

Samstag, 15. November 2008

XP Installation: Slipstreamer

Wer (wie ich) immer wieder "kranke" PCs neu installieren darf ;-) macht sich gern eigene Installations-CDs fertig. Aber es lohnt sich für jeden, eine ordentliche "Rettungs-CD" mit allen Treibern, Betriebssystem etc. anzulegen. Hier gibt's ein sehr empfehlenswertes Tool dafür:

c't slipstreamer

Freitag, 14. November 2008

Datensicherung: Clonezilla

Die letzten Wochen haben sich die Laptops von Freunden in unserer Wohnung gestapelt, die "irgendwas mit der Festplatte" hatten :-) Vorbeugen hilft - daher hier ein paar Links zum ultimativen Datensicherungstool für komplette Systeme:

Chip Online - Clonezilla Anleitung
Chip Online - Clonezilla Download und "Fotostrecke"
Clonezilla Homepage (englisch)

Montag, 15. Oktober 2007

Datenschutz: Anonymes Surfen via Proxies

Ein Märchen. Stell Dir vor, Du gehts in die grosse Stadt. Am Eingang musst Du Dich registrieren lassen und bekommst vom Stadtschreiber eine Nummer. Eine eindeutige Nummer. Was immer Du nun in der Stadt tust, jeder Schritt den Du machst, wird mittels dieser Nummer nachvollziehbar. In jedem Geschäft, auf jeder Strasse, im Café ... Deine Nummer wird immer registriert. Nichts geschieht ungesehen. Bis Du die Stadt wieder verlässt. Und der Stadtschreiber bewahrt die Daten anschliessend noch einige Zeit auf, falls jemand später nochmal wissen möchte, wo Du warst.

Dieses Märchen ist bereits wahr: Deine Identität im Internet. Sobald Du die Stadt betrittst, neudeutsch "online gehst" :-), bekommst Du eine Nummer: Deine IP (Internet-Protocol-Adresse, siehe Wikipedia). Guck mal auf wieistmeineip.de - da kannst Du Deine jetzt gerade aktuelle Nummer sehen.

Bei all dem Lärm um Schäubles Bundestrojaner und allein schon aus persönlichen Aspekten sollte man sich schützen.

TARNKAPPEN

Um auf das Märchen zurückzukommen: man braucht eine "Tarnkappe". Die genutzte IP-Adresse darf nicht die echte sein und damit nicht zur eigenen Identität führen. Die Lösung: den Datenverkehr über Proxy-Dienste anonymisieren zu lassen. Proxys sind eine "Vermittlungsstelle" zwischen Deinem PC und den anderen im Internet. Alle Datenströme laufen zuerst über den Proxy, bevor sie den eigenen Rechner oder die angesurfte Webseite erreichen. So sieht der Stadtschreiber nur die Adresse des Proxys, aber nicht Deine. Fertig ist die Tarnkappe. Proxies werden als Programme oder über Dienstleister angeboten:

netzwelt.de: alle Artikel zu "Anonym im Netz"
http://www.netzwelt.de/tags/anonym%20im%20netz.html

Grundlagen: IP Adresse über Proxy verstecken
http://www.netzwelt.de/news/71942-anonymes-filesharing-ipadresse-ueber-proxy.html

!! TIPP !! Proxy-Freeware: AnoNet
http://www.netzwelt.de/software/3645-anonet.html

Für den Privatgebrauch sollte dies reichen. Aber so eine "einfache" Tarnkappe ist im Härtefall "relativ" leicht zu lüften, denn wen man den Proxy findet, findet man auch den, der ihn benutzt. Darum würde ich auch nie den Dienstleistern vertrauen - denn: wer liest _deren_ Protokolle ...? Den Proxy-Betreibern ist zwar das Speichern von Daten an sich verboten. Aber wer will das kontrollieren? Und: wenn deren Server in Deutschland steht, kann dennoch eine Datenspeicherung angeordnet werden ... wir sind da wieder mal das einzige Land der Welt, dass hier eine Ausnahme möglich macht. Wahrscheinlich ist die totale Überwachung doch was Germano-Genetisches. Aber das ist ein anderes Thema.

MATRUSCHKAS

Statt einfacher Tarnkappe oder vertrauensseligem Dienstleister bräuchte man so etwas wie die russischen "Matruschkas": diese kleinen Puppen, die man immer weiter aus- und ineinanderschachteln kann, so dass es schwierig wird, den Kern zu finden. Technisch gesprochen: man benötigt miteinander verschaltete Proxies, die ein Feuerwerk von IPs "vorgaukeln" und es somit extremst schwer machen, die dahinterstehende Identität zu lüften.

So ein System ist z.B. "TOR": die kostenlose Software macht den eigenen PC zu einem Knotenpunkt im TOR-Netzwerk, der Daten versendet und umleitet. Zitat von netzwelt.de: "Die große Sicherheit von TOR liegt darin, das gleichzeitig sehr viele Nutzer über den gleichen Austrittsknoten Anfragen versenden. Dadurch wird es fast unmöglich, eine Kontaktaufnahme aus der Vielzahl herauszufiltern und auch noch durch das komplette TOR-Netzwerk zur ursprünglichen IP-Adresse zurückzuverfolgen."

Anonym mit Tor und Privoxy
http://www.netzwelt.de/news/72660-anonymes-filesharing-mit-tor-und.html

TOR-Homepage: http://tor.eff.org/
Privoxy: http://www.privoxy.org/

Kurzum: bewegliche Ziele sind eben schwerer zu treffen.

Doch das Gehoppse hat seinen Preis: Geschwindigkeit. Es wird berichtet, dass durch den Einsatz dieser Lösung die Geschwindigkeit eines DSL-Anschlusses bis auf ISDN-Datenraten zurückfallen kann. Also ist "TOR" nicht der Weisheit letzter Schluss.

Neue Wege geht I2P. Bei I2P werden durch ein "Netz im Netz" die eigenen Datenwege so verschlüsselt, dass sie am Ende nicht mehr nachvollziehbar sind. Das ist allerdings noch im Beta-Stadium, aber interessant zu beobachten:

http://www.netzwelt.de/news/75371-i2p-das-anonyme-netz-im.html
http://www.netzwelt.de/news/75410-tutorial-anonymes-filesharing-mit-i2psnark.html

Ich habe "meine" persönliche Tarnkappe noch nicht gefunden. Sicher ist nur, dass man sich schützen sollte, bevor irgendein aus dem Hartz 4 Programm herausgeschulter Behördeninformatiker in meinen Daten schnüffelt, statt hinter den wirklichen Kriminellen herzujagen.

Freitag, 5. Oktober 2007

Onlinedurchsuchung: Gefährliches Halbwissen

Lachen oder Weinen? Ich wollte mal herausfinden, wie sich unsere Bundeschefs die geplanten Onlinedurchsuchungen konkret vorstellen. So rein aus technischem Interesse.

Dazu hab ich heute morgen zwei Artikel gelesen, in denen Schäuble seine Vorstellungen vom "Bundestrojaner", dem Dietrich* zur geplanten Onlinedurchsuchung, erläutert. Immer wieder schlimm zu lesen, mit wie wenig Wissen unser Staat gelenkt wird.

Kurzum: er hat keine Ahnung, aber eine plakativ-blümerante Vorstellung, wie er unsere Steuergelder für den Anti-Terrorschutz verschleudern möchte. Man möchte lächeln - wenn es nicht um den gefährlichen Umgang mit unserer Privatsphäre und dem persönlichen Datenschutz ginge.

Gruselt Euch gern selbst:
=> auf IT-Newsworld
=> bei der TAZ

Zitat: "Wie die Online-Durchsuchung technisch ablaufen soll, erklärte Schäuble nicht. Er wisse zwar „so ungefähr“, was ein Trojaner sei. Von den technischen Vorgängen im Einzelnen habe er jedoch keine Ahnung."

Ohne unser ruhiges Leben mit den Massakern vergleichen zu wollen, muss ich dabei doch auch an das Zitat von Aung San Suu Kyi (siehe Eintrag "Burma Day") denken: "Please us your liberty to promote ours." ("Bitte nutzt Eure Freiheit, um unsere zu ermöglichen"). Lässt man unsere Antiterror-Hengste uneingeschränkt weitertraben, sind wir sind auch nicht weit davon entfernt, unsere Freiheit einzubüssen, wenn auch auf subtilere Art.

* als "Dietrich" bezeichnet man das Werkzeug eines Einbrechers zum Türenöffnen

Donnerstag, 20. September 2007

Windows: Updates ohne Dein Wissen / 2

Auch der Rest der Welt hat inzwischen die Windows Minispionage begriffen, von der ich bereits hier schrieb. Bei web.de steht ein gut verständlicher Artikel: => MS in Erklärungsnot

Dienstag, 4. September 2007

CopyScape: sag mir, wo die Texte sind ...

Bei => copyscape kann man google-artig gucken, auf welchen anderen Webseiten die gleichen Texte vorkommen. So lassen sich "Textklauer" im WEb leichter identifizieren.

Samstag, 28. Juli 2007

Das durchsichtige Ich

Unter der Überschrift => "Das durchsichtige Ich" findet sich beim WDR ein guter Artikel über den Umgang mit privaten Daten im Internet. Lesenswert!